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Gedenktag Befreiung von Auschwitz

Autor
Schröder, Dominique

»Niemand ist fähig das alles in Worten auszudrücken«

Untertitel
Tagebuchschreiben in nationalsozialistischen Konzentrationslagern 1939-1945
Beschreibung

Tagebuchschreiben als Praxis der Erfahrungsverarbeitung und Sinnstiftung.

Trotz schwierigster Umstände gelang es einer überraschend hohen Zahl von Insassen nationalsozialistischer Konzentrationslager, heimlich Tagebuch zu führen. Auf der Basis von ca. 50 deutschen, französischen, niederländischen und polnischen Texten von als »jüdisch« oder »politisch« Inhaftierten fragt diese Arbeit erstmals danach, wie die Diaristen ihrem »Alltag« im Lager sprachlich begegneten und welche Funktionen das Schreiben eines Tagebuchs in diesem Kontext erfüllte.

Im Gegensatz zu retrospektiv verfassten Texten bieten Tagebücher einen unmittelbaren Einblick in die Lebenswelt unterschiedlicher Opfergruppen im Lager. Dominique Schröder stellt dabei nicht was, sondern vor allem wie und warum die Insassen schrieben in den Fokus. Deutlich werden In- und Exklusionsmechanismen, Subjektivierungsformen und die Erfahrung und Artikulation von Zeit und Raum im Lager. Und schließlich wirft die Auseinandersetzung mit der Praxis des Tagebuchschreibens auch ein neues Licht auf die Frage nach der Unsagbarkeit des Holocaust.
(Verlagstext)

Verlag
Wallstein Verlag, 2020
Format
Gebunden
Seiten
487 Seiten
ISBN/EAN
978-3-8353-3674-2
Preis
39,90 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Dominique Schröder, geb. 1978, war Stipendiatin der Bielefeld Graduate School in History and Sociology, der Fondation pour la Mémoire de la Shoah und Fellow am Advanced Center for Holocaust Studies des United States Holocaust Memorial Museums. Sie arbeitet als Gymnasiallehrerin und Lehrerin im Hochschuldienst im Bereich der Geschichtsdidaktik an der Universität Bielefeld.