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Rezension – Neue Zürcher Zeitung vom 12.10.1999 “Wenig Glanz” bescheinigt Martin Meyer diesem Band, den er in einer ausführlichen Rezension bespricht. Canetti zeige sich hier vor allem als “gequälter Geist”, der in Selbstanklagen mit sich hadert und der von der Angst umgetrieben wird, dass nach seinem Tod womöglich nichts von ihm übrigbleiben wird. Und als jemand, der sich im Leben gegen alles und jeden verteidigen muss. “Ein Schriftsteller vor seinem Spiegel”, mit einer Tendenz zu Selbstgesprächen, so Meyer. Darüber hinaus zeigt sich der Rezensent von Canettis Polemik, wie auch von dessen zornigen Ereiferungen in keinster Weise angetan: Scharfblick und Niveau lassen hier in den Augen Meyers zu wünschen übrig. Aus Perlentaucher

